Unterwasserkamera Begriffe

Fotografie-Begriffe – einfach erklärt

Glossar – auch für wasserdichte Kameras

In den technischen Beschreibungen von wasserdichten Kameras und Actioncam’s findet man oft Begriffe, die man gerade noch so einordnen kann. Was sich genau dahinter verbirgt, wird in diesem Beitrag erklärt.

Lichtstärke

Lichtstärke und Blende sind zwei verwandte Begriffe. Als Blende wird die verstellbare Lichteinlass-Regelung am Kamera-Objektiv bezeichnet. Je weiter sich die Blende öffnet lässt, je mehr Licht fällt in das Objektiv und je grösser ist die Lichtstärke die auf den Film bzw. auf den Sensor fällt.

Dabei gibt die Blendenzahl gibt an, wie weit die Blende geöffnet ist. (Bild aus Wiki). Für den Laien ist es verwirrend, das eine kleine Blendenzahl für eine geöffnete Blende steht und eine grosse Blendenzahl für eine fast geschlossene Blende.

Was bedeutet die Blende nun für mein Foto

Geöffnete Blende geschlossene Blende
Helleres Bild Dunkleres Bild
Wenig Tiefenschärfe viel Tiefenschärfe

ISO

Der ISO-Wert kommt aus der analogen Fotografie und steht für die Lichtempfindlichkeit des Films. Ein kleiner ISO-Wert (z.B. 100) steht geringe Lichtempfindlichkeit und ein grosser ISO-Wert steht für hohe Lichtempfindlichkeit.

In der Digital-Fotografie gibt es diesen ISO-Wert auch. Er steht für die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors. Der grosse Vorteil ist hier, das die Lichtempfindlichkeit des Sensor gesteuert werden kann.

Was bedeutet der ISO Wert nun für mein Foto

Niedriger ISO hoher ISO
Dunkleres Bild Helleres Bild
Wenig Rauschen viel Rauschen

Verschlusszeit

Die Verschlusszeit gibt an, wie lange die Blende geöffnet ist. Also wie lange Licht auf den oder den Bildsensor fällt. Angegeben wird diese Zeit in Sekunden oder Bruchteile davon z.B. 1/100.

Bei langen Verschlusszeiten kann man Bewegung “eingefangen”. Bei Wasserfällen wird das Wasser weiss und sieht sehr weich aus. Mit langen Verschlusszeiten bekommt man auch nicht gewollte Bewegung “eingefangen” – nämlich die eigenen Bewegungen, da man die Kamera nicht absolut ruhig halten kann. Das Bild ist dann verwackelt.

Was bedeutet die Verschlusszeit für mein Foto

Kurze Verschlusszeit Lange Verschlusszeit
Dunkleres Bild Helleres Bild
Keine Bewegung im Bild Bewegung im Bild

Brennweite

Brennweite ist die Entfernung zwischen der Linse des Objektivs und dem Film bzw. dem Bildsensor. Mit der Brennweite wird der Blickwinkel eingestellt. Ein 50 mm Objektiv wird allgemein als Normalobjektiv bezeichnet, weil es in etwa dem Blickwinkel des menschlichen Auges entspricht.

Objektive mit Brennweiten unter 50 mm werden auch als Weitwinkel-Objektive bezeichnet. Und ab 100 mm kommt man in die Kategorie der Tele-Objektive. Der Winkel den die Kamera aufnimmt ist sehr klein, dafür ist man sehr nah an dem Motiv dran. Man hat quasi hineingezoomt.

Was bedeutet die Brennweite für mein Foto

Kleine Brennweite Grosse Brennweite
Breiter Blickwinkel Schmaler Blickwinkel
Motive weit entfernt Motiv sehr nah dran

Fotoauflösung

Der Wert Megapixel gibt an, über wieviel einzelne Pixel der Bildsensor einer Kamera verfügt. Jeder Pixel bestimmt Farbe und Helligkeit für sich. Alle Pixel zusammen ergeben dann das Bild. Hat Ein Sensor zum Beispiel 4’250 Pixel in der Breite und 2’850 Pixel in der Höhe so sind das insgesamt 12’112’500 also 12 MegaPixel (MP). Man spricht hier auf von einer Auflösung von 12 MP.

Aber mehr Pixel heisst nicht automatisch mehr Qualität. Für ein gutes Bild ist auch die Grösse des Bildsensors entscheidend. Hier gilt: Je grösser der Chip, um so grösser jeder einzelne Pixel und um so mehr Licht fällt auf jeden einzelnen Pixel. Was wiederum zu mehr Details und weniger Rauschen führt.

Und der beste Bildsensor mit der grössten Auflösung nützt nichts, wenn es das Objektiv nicht schafft, das Licht in super Qualität auf den Sensor zu bringen.

Videoauflösung

Beim Video stellt sich zunächst mal die wie gross ist das Bild, sprich wieviel Bildpunkte gibt es in der Horizontalen und in der Vertikalen.

4K 3840×2160 UHD – Ultra High Definition (Ultra Hohe Auflösung)
2.7K 2704×1520
1080P 1920×1080 Full HD – Full High Definition (Volle Hochauflösung)
720P 1280×720 HD – High Definition (Hohe Auflösung)
VGA 640×480 VGA

Hier ein Bild, um einen visuellen Eindruck von den Grössenunterschieden zu bekommen.

Einene weitere Kennzahl ist das Seitenverhältnis. Sie beschreibt das Verhältnis von horizontalen zu vertikalen Pixeln.
Ein gängiges Seitenverhältinis (nicht nur für ActionCams) ist 16:9. Alle oben gelisteten Auflösungen haben diese Seitenverhältnis.

Bildrate

Das menschliche Auge kann etwa 10 – 12 Bilder pro Sekunde als einzelne Bilder erkennen. Ab etwa 14 – 16 Bilder pro Sekunde werden diese als Bewegung wahrgenommen, aber nicht ganz ruckelfrei). Mit Beginn des Tonfilms wurde die Bildwiederholfrequenz auf 24 Hz (Hz = Schwingung[Bild] pro Sekunde) festgelegt und ist heute immer noch üblich.

Bei ActionCams findet man häufig die Angabe FPS. Das bedeutet „Frames Per Second“, also nichts anderes als Bilder pro Sekunde.

Auf den Markt gibt es bereits ActionCams mit 240 fps. Wenn man diese Videos 10x langsamer abspielt (also mit 24 fps/Hz), dann kann man coole Slow-Motion-Effekte erzielen.

RAW-Format

Im RAW-Format werden die Daten (Licht- und Farbwerte, etc.) vom Bildsensor der Kamera praktisch unverändert abgespeichert. Es entsteht ein digitales Negativ.

Im Gegensatz dazu gibt es komprimierte Bildformate, meist JPEG. Bei diesem Bildformat nimmt die Kamera Einstellungen an Weißabgleich, Kontrast, Farbsättigung, etc. vor.

Es gibt 2 wichtige Unterschiede:

  1. Das JPEG ein anzeigbares Bild ist. Wohingegen eine RAW-Datei erst mit einem Bildverarbeitungsprogramm zu einen anzeigbaren Bild konvertiert werden muss.
  2. Im RAW-Format können Korrekturen in einem Umfang vorgenommen werden, wie sie im JPG-Format einfach nicht möglich sind, weil die Kamera bereits ihre Vorstellung vom Bild, in das JPG-Format „gebrannt“ hat.

Um zu entscheiden, ob deine Kamera RAW-Format haben muss, beantworte folgende Frage:
Will ich die beste Qualität aus jedem Foto herausholen und bin ich dafür bereit jedes Foto auf dem Computer nachzubearbeiten ?

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